Gesellschaft als staatliche Veranstaltung? Orte politischer und kultureller Partizipation in der DDR

Buch

Veröffentlichung im Dezember 2021 im Böhlau Verlag

Die paternalistisch-autoritäre Gesellschaftsvorstellung der SED sah persönliches Engagement nur innerhalb staatlicher Strukturen vor, eine gesellschaftliche Selbstorganisation war in der DDR unerwünscht. Doch wie gestaltete sich politische und kulturelle Partizipation innerhalb dieser staatlichen Strukturen in der Praxis? Der Sammelband, den Jörg Ganzenmüller und ich herausgeben, wirft in seinen Beiträgen einen vielschichtigen Blick auf bürgerliches Engagement in der DDR.

Deutlich wird dabei, dass die Menschen aktiv die Angebote der staatlichen Verwaltungen, Blockparteien und Massenorganisationen für eigene Anliegen nutzten, sei es zur Pflege heimischer Traditionen oder den Umweltschutz. Als mit dem revolutionären Umbruch 1989/1990 diese systemspezifische Partizipation zerbrach, setzten in einigen Fällen die Bürgerinnen und Bürger ihr Engagement in nun erlaubten Vereinen und Initiativen fort.

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